Gemeinsam erinnern – Zukunft gestalten: Münster & Lublin im Dialog

Im Rahmen unseres internationalen Erasmus+ Austauschprojekts reisten im Juni 2026 insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen der Jahrgangsstufe 11 mit den Lehrkräften Alexander Pilarczyk und Britta Cox nach Lublin in Polen. Eine Woche lang erlebten sie mit ihren gleichaltrigen Partnerinnen und Partnern, wie europäische Zusammenarbeit durch persönliche Begegnungen, gemeinsames Lernen und den Austausch über Geschichte, Kultur, Beruf und Zukunft lebendig wird.

Lublin-Austausch 2026

Ankunft an der Partnerschule

Besuch in Majdanek

Herzlicher Empfang in der Schule

Betriebsbesichtigung

Betriebsbesichtigung

In der Innenstadt

Gruppenmobilität Erasmus+: Internationale Begegnung in Münsters Partnerstadt Lublin

Der Empfang in der Partnerschule Zespół Szkół Elektronicznych war sehr herzlich und offen. Die Lehrkräfte und die Jugendlichen hatten schnell einen guten Draht zueinander. Sie stellten sich in kommunikativen Spielen gegenseitig vor und tauschten sich auf Deutsch, Polnisch und Englisch über Schule, Freizeit und ihren Alltag aus. Bei einer Führung durch das Schulgebäude und in Hospitationen im Englisch- und im Technikunterricht lernten die Gäste aus Münster das polnische Schulsystem aus erster Hand kennen.

Während der gesamten Projektwoche begleitete ein von den Lehrkräften vorbereitetes Reflexionsheft die Schülerinnen und Schüler. Anhand von Leitfragen hielten sie darin ihre Eindrücke zu den einzelnen Programmpunkten fest und notierten darüber hinaus persönliche Gedanken, Fragen und Erfahrungen. Das Heft bot ihnen Raum, die vielfältigen Erlebnisse der Woche individuell zu reflektieren und ihre persönliche Auseinandersetzung mit den Themen des Austauschs festzuhalten.

Bedeutung internationaler Kooperation beim gemeinsamen Stadtrundgang

Ein gemeinsamer Stadtrundgang führte die deutsch-polnischen Kleingruppen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und historischen Orten Lublins. Dabei setzten sie sich mit der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen Münster und Lublin auseinander und erfuhren, welche Bedeutung internationale Kooperationen für ein friedliches und geeintes Europa haben. An jeder Station entstanden kreative Gruppen-Selfies, die zum Abschluss der Woche prämiert wurden.

Betriebsbesichtigung bei ABM Greiffenberger

Auch die berufliche Perspektive spielte während der Begegnung eine wichtige Rolle. Bei der Besichtigung der polnischen Tochtergesellschaft ABM Greiffenberger Polska des bayerischen Unternehmens ABM Greiffenberger erhielten die Teilnehmenden Einblicke in moderne Produktionsprozesse und erfuhren, welche Bedeutung internationale Zusammenarbeit und europäische Wirtschaftsbeziehungen für die heutige Arbeitswelt haben.

Besuch in der Gedenkstätte Majdanek: Ursachen und Erscheinungsformen von Antisemitismus

Besonders eindrucksvoll und emotional berührend war der Besuch in der Gedenkstätte Majdanek. Zur Vorbereitung auf diesen Besuch arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit der Lernplattform des Vereins Zweitzeugen e. V., und beschäftigten sich unter anderem mit den Ursachen und Erscheinungsformen von Antisemitismus. Anhand einer digital aufbereiteten Biografie wurden sie selbst zu Zweitzeuginnen und Zweitzeugen einer Holocaust-Überlebenden. Nach den deutsch- und polnischsprachigen Führungen durch das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager tauschten sich die Jugendlichen intensiv über ihre Eindrücke aus. Die Gespräche machten deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur, Menschenrechte und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft Europas sind.

Die Woche in Lublin hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll internationale Begegnungen für die persönliche und fachliche Entwicklung junger Menschen sind. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Fremdsprachenkenntnisse anwenden, interkulturelle Kompetenzen stärken und neue Perspektiven auf Europa gewinnen. Vor allem aber entstanden neue Freundschaften und gemeinsame Erfahrungen, die weit über den eigentlichen Austausch hinausreichen.

Interkultureller Dialog, europäisches Miteinander und Verbindungen zwischen jungen Menschen über Ländergrenzen

Das Erasmus+-Programm ermöglicht genau solche Begegnungen: Es fördert den interkulturellen Dialog, stärkt das europäische Miteinander und schafft Verbindungen zwischen jungen Menschen über Ländergrenzen hinweg.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren deutschen und polnischen Partnerinnen und Partnern für ihre große Gastfreundschaft, ihre Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit. Gemeinsam freuen wir uns auf weitere Projekte im Sinne der europäischen Partnerschaft zwischen dem LEBK und der ZSEL sowie zwischen Münster und Lublin.

 

Lernplattform der Zweitzeugen e. V.:
https://zweitzeugen.de/angebote/digitale-lernplattform

Das DPJW hat uns mit kostenlosem Material zum Polnisch- und Deutsch-Lernen versorgt:
https://dpjw.org/

Der Freundeskreis Münster-Lublin e. V. hat den Kontakt zum Unternehmen Greiffenberger hergestellt:
https://www.muenster.org/muenster-lublin/

Die Villa ten Hompel hat uns bei der Vorbereitung des Besuchs in Majdanek unterstützt:
https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/startseite