Dublin statt Klassenzimmer: Mein Erasmus+ Abenteuer in Irland

Amelia Glotov, Medienkauffrau für Digital und Print im 3. Ausbildungsjahr, war vier Wochen in der irischen Hauptstadt Dublin zum Auslandspraktikum. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Ankommen in Dublin: Gastfamilie, Leap Card und erste Eindrücke

Nach meiner Ankunft in Dublin machte ich mich direkt auf den Weg, um mir eine Leap Card zu besorgen. Die Karte wird einfach aufgeladen und ermöglicht die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. (FYI: Es gibt einen Daily und Weekly Cap. Das heißt, der Betrag ist gedeckelt und ab einer bestimmten Summe könnt ihr kostenlos fahren! Ich wusste das am Anfang nicht und habe versucht, so wenig wie möglich mit dem Bus zu fahren, weil sich die Kosten natürlich irgendwann läppern.)

Den Samstag habe ich ansonsten damit verbracht, anzukommen und meine Gastfamilie kennenzulernen. Meine Gastmutter hieß Carol und ihre kleinen Kinder Harry und Zoe. Mit im Haus wohnten außerdem Buttons, ihr Kater, sowie weitere Austauschschülerinnen aus den verschiedensten Ländern. In meiner letzten Woche waren drei Deutsche im Haus, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe und einige Aktivitäten unternommen habe.

Englisch lernen und internationale Begegnungen in der Sprachschule

In der ersten Woche besuchte ich eine Sprachschule. Zunächst bekamen wir unsere Klassen und einen Stundenplan. Danach ging der Unterricht direkt los. Wir haben in meiner Klasse viele Übungsaufgaben mündlich bearbeitet und über verschiedene Themen gesprochen, um das Sprechen auf Englisch zu üben. Anschließend hatten wir in der letzten Stunde „conversation classes“, in denen man sich in kleinen Gruppen über vorgegebene Themen unterhalten sollte. Es war sehr unterhaltsam, vor allem, weil dabei viele verschiedene Kulturen aufeinandergetroffen sind.

Dublin entdecken: Freizeit, Ausflüge und irische Kultur erleben

Nach der Schule hatten wir reichlich Zeit, Dublin zu erkunden oder an den Aktivitäten der Schule teilzunehmen. Am letzten Schultag haben meine Klasse zusammen mit einer anderen Klasse einen Ausflug zum Killiney Hill und nach Dalkey unternommen. Wir hatten großartiges Wetter. Eine absolute Empfehlung, falls ihr in Dublin seid: Fahrt unbedingt einmal dorthin!

Generell lohnt es sich auch, Dublin einmal zu verlassen und Ausflüge zu den Cliffs of Moher, nach Galway, Glendalough, in die Wicklow Mountains oder auch nach Belfast zu machen. Ich habe mit einer Freundin verschiedene geführte Touren gebucht. Eine unserer Gruppenleiterinnen konnte unfassbar gut Geschichten erzählen. Von ihr haben wir viel über die irische Geschichte, Mythologie, Politik und sogar über die irische Popkultur erfahren.

Arbeiten in einer Dubliner Werbeagentur: Mein Praktikum beginnt

Ab der zweiten Woche begann mein Praktikum. Ich habe bei Snap Group Office, einer Werbeagentur, in der Marketingabteilung gearbeitet. Mir wurden ein Laptop und eine Zugangskarte mit einem Umhängeband zur Verfügung gestellt. Mit der Karte konnte ich selbstständig das Gebäude betreten. Ich hatte eine sehr liebe Ansprechpartnerin und nette Kolleginnen, die mir viel über Dublin erzählt haben.

Mein Arbeitsalltag bei Snap Group Office

Meine Arbeitszeiten waren von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr, einschließlich einer 60-minütigen Mittagspause. Am Freitag durfte ich sogar nur von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr arbeiten. Dadurch blieb mir nachmittags genügend Zeit, um Dublin zu erkunden. In meiner Mittagspause habe ich mir oft etwas Kleines bei Tesco geholt und die Ruhe am Royal Canal Greenway genossen.

Großstadt und Natur: Dublin hat beides zu bieten

Dublin hat so vieles zu bieten und hat mich sehr überzeugt, sowohl durch das blühende Stadtleben als auch durch die vielfältige Natur. Innerhalb von einer halben Stunde kommt man aus der Stadt heraus und kann beispielsweise die wunderschöne Aussicht auf die Klippen in Howth genießen oder entlang des Strandes auf Bull Island spazieren.

Von Parks bis Pubs: Das besondere Lebensgefühl Dublins

Die Stadt ist ebenso vielfältig und modern, aber gleichzeitig stark von historischen Bauten und kultigen Bars geprägt. An jeder Ecke gibt es etwas zu sehen und einem wird nie langweilig. Falls man sich dann doch einmal nach Ruhe sehnt, findet man diese in den zahlreichen städtischen Parkanlagen. Besonders gut hat mir der St. Stephen’s Green Park gefallen.

Kulinarisch hat die Stadt ebenfalls einiges zu bieten. Es ist zwar nicht gerade günstig, aber ab und zu kann man in Dublin schon sehr gut essen gehen. Ein Guinness sollte man außerdem einmal probiert haben – ist aber natürlich kein Muss. Ich hatte während meines gesamten Praktikums richtig tolles Wetter und warme Temperaturen. Daher kann ich auch nur empfehlen, Dublin im Sommer zu besuchen.

Mein Fazit: Ein Auslandspraktikum, das ich jederzeit wieder machen würde

Ich habe mein Auslandspraktikum sehr genossen und würde es allen weiterempfehlen. Es macht so viel Spaß, Dinge auch einmal allein zu erleben und neue Menschen kennenzulernen. Ich würde es jederzeit wieder machen!